Mittwoch, 13. Februar 2008

Roadtrippin Tassy: Tag 3


Am 3. Morgen, nachdem ich mal wieder Stunden vor den anderen wach war und dabei auch ein paar nette Bilder machen konnte gings nach dem Fruehstueck und der Feststellung dass meine Zahnbuerste voller Duschgel ist, erstmal nach Sueden zum Dip Falls Big Tree Reserve. Das ist wie der Name eigentlich schon sagt ein Wasserfall mit ziemlich grossen Baeumen drum herum. Nach ein wenig herumklettern auf dem Wasserfall (genauer gesagt einmal von unten bis ganz oben mit ca. 1300 Euro Kameraausruestung am Mann *argh) gabs Tuetennudeln und Wein. Spaeter gings dann zu The Nut. Verdammt ist der Berg windig!!! Nachdem wir darauf rumspaziert sind und die grandiose Aussicht genossen haben, gings erstmal an den Fuss des Berges nach Stanley. Dort haben wir einen tollen Kaffee genossen und in einer Kommandoaktion illegal aufm Campingplatz kostenlos geduscht. Danach weiter nach Westen zum Stony Point, wo wir zum ersten Mal was fuer unsere Uebernachtung bezahlten ($7.50 nach ein wenig Verhandlung und Mittellos dreinschauen). Das lag unter anderem daran, dass wir dann doch mal das Zelt aufbauen wollten und vor allem ne Dusche brauchten. Hatte dort die Gelegenheit fuer ein paar tolle Sonnenuntergangsbilder. An diesem Tag haben wir auch geteerte Strassen mehr oder weniger hinter uns gelassen um den Weg ueber hunderte Kilometer Schotterpiste anzutreten. Armes Auto!



Roadtrippin Tassy: Tag 2











Nachdem ich ziemlich frueh (so gegen 6) aufgewacht bin und irgendwann auch die anderen wach bekam (so gegen 9) gings nach einer kurzen Fototour am Strand weiter nach Westen entlang der Scenic Tourist Route mit dem Ziel Burnie. Dort sind wir zuerst zu einem Platypus Reserve gefahren. Ein Platypus ist uebrigens ein Schnabeltier. Davon haben wir zwar leider keins gesehen, aber ein Wallaby mit nem Apfel handgefuettert und die Gegend recht schoen gefunden. Gleich um die Ecke haben wir dann eine Kaeserei besucht ohne die Kaeserei zu sehen. Haben uns da mit lecker Kaese eingedeckt und sind weiter zu einer Distillerie die wir auch nicht gesehen haben. In Burnie haben wir den Kaese dann noch mit Baguette und Rotwein ergaenzt um es uns am Abend erheblich gutgehen zu lassen. Zwischendurch natuerlich wieder Strand und Bilder, ganz viele Bilder!




Unser Camp haben wir dann in der Naehe von The Nut, einem ueberaus imposanten Tafelberg direkt an der Kueste aufgeschlagen. Guenstigerweise gabs da Felsen, die bis ins Wasser ragten. Auf diesen haben wir dann in der untergehenden Sonne aufgetischt und mit Blick aufs Meer und eine Erzfoerderanlage Kaese mit Wein genossen. Geschlafen haben wir wiedermal im Auto.

Roadtrippin Tassy: Vorbereitung und Tag 1





Wie die meisten ja vielleicht festgestellt haben, hab ich schon ne ganze Weile nix mehr geschrieben. Das liegt daran, dass ich mit 2 Deutschen, die ich noch aus Sydney kannte auf einen Roadtrip durch den Norden und Westen Tasmaniens gegangen bin. Das war letzten Dienstag. Am Freitag davor haben wir uns noch zu dritt ein Auto gekauft: Ein 1990er Ford Falcon GL Sedan (Limousine) mit nem 3.9l Motor und ca. 255000km aufm Buckel. Im Prinzip isses ein alter Mondeo. Am Montag waren wir dann das Auto versichern und von der Bruecke springen (die anderen). Da ich ein naturgeborener Schisser bin habe ich die Bilder davon gemacht. Am Dienstag gings nach einigen Verzoegerungen und Katererscheinungen der anderen (weswegen ich fahren durfte) zu dritt in Richtung Kueste. Dabei sind wir durch Frankford (ein Ort mit geschaetzten 30 EW) und anderes Niemandsland gefahren waehrend es munter vor sich hin regnete. Nach ein bisschen ziellosem Umherirren und Abstechern zum Strand haben wir dann an einem Pinguinbeobachtungspunkt unser erstes Nachtlager aufgeschlagen, sprich geparkt. Diese Pinguine (Little oder Fairy Penguins) sind zwar echt niedlich aber auch tierisch laut. Nachdem wir das Auto so weit umgeraeumt hatten das 3 Personen mehr oder weniger drin schlafen koennen haben wir uns zur Ruhe gelegt. Ziemlich eng, aber eigentlich ueberraschend machbar.

Mittwoch, 30. Januar 2008

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Ursprünglich hochgeladen von Paleontour
Das ist auch nochmal Lake Gordon. Hier wird glaube ich klar was ich mit gespenstisch meine ...

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Ursprünglich hochgeladen von Paleontour
Die meisten Seen hier haben haufenweise abgestorbene Baeume am Ufer. Das ist das Graue im Bild und gibt dem Ganzen mitunter eine arg gespenstische Atmosphaere

Dienstag, 29. Januar 2008

Einmal durch

Vorgestern habe ich offiziell beschlossen von New Norfolk die Schnauze voll zu haben. Da am Tag davor 2 Deutsche mit nem Mietwagen gekommen waren, habe ich die Gelegenheit fuer eine Tagestour am Sonntag und die Weiterfahrt am Montag genutzt. Jetzt bin ich Launceston, im Norden Tasmaniens.

Die Fahrt dahin war, ... interessant. Die Landschaft ist der Hammer. Von Tundra aehnlicher Mondlandschaft ueber pastorale Huegellandschaft bis hin zu verzaubertem Regenwald ist hier echt alles dabei. Wirklich sehr sehenswert. Leider hab ich hier nicht viel Zeit, weswegen ich fuer Bilder mal wieder nur auf flickr verweisen kann.

Die beiden Deutschen sind eine sehr merkwuerdige Kombination. Der eine, juengere, laesst es eher entspannt angehen und geniesst sein Zeit. Der andere (ein Stephan) versucht scheinbar Australien in so einer Kommandomission durchzuziehen. Der Typ war echt anstrengend und sein Fahrstil ist mitunter auch eher abenteuerlich: Mit angezogener Handbremse auf ner Schotterpiste neben nem Abgrund um die Kurve. Zur atemberaubenden Landschaft gabs also auch noch mehr Adrenalin als einem lieb sein kann. Dummerweise sieht man nicht viel Landschaft wenn vor dem Inneren Auge gerade dein Leben noch einmal als Film ablaeuft.
Ein bisschen dankbar bin ich natuerlich trotzdem fuer den Lift (das nennt man hier so), da ich aus diesem Loch da raus bin und in 2 Tagen auch enorm viel gesehen hab.

Samstag, 26. Januar 2008

Noch mehr Langeweile und japanische Nazis Widerwillen

Wie ich letztens geschrieben habe gibt es bis Dienstag keine Arbeit. Das heisst im Hostel sitzen, lesen, Cricket und Tennis gucken (beides nicht sonderlich aufregend). Raus gehen will man auch nicht so richtig, da es da ziemlich heiss ist und die Sonne alles grillt, was nicht im Schatten ist. Seit etwa 3 Tagen schaele ich mich jetzt wie eine Schlange und verteile Fetzen toter Haut im gesamten Hostel, lecker.

Gestern sass ich mit einem der Japaner im Aufenthaltsraum und da ist mir sein T-shirt aufgefallen. Ich dachte ich seh nicht richtig: Auf dem Ruecken und den Armen sind SS Runen und auf der Brust in einem Wappen das Bild einer Frau in alter Fliegeruniform mit Daumen hoch und dem Slogan "Armed up for you". Als ich ihn fragte ob er sich bewusst ist, was er da durch die Gegend traegt bekam ich nur das typische (wer es gesehen hat, kennt es) Laecheln, das komplette Ahnungslosigkeit ausdrueckt. Deprimierenderweise aenderte sich das auch nicht als ich es ihm erklaerte. Fuer die wenigen, die es vielleicht nicht wissen: Japan war im zweiten Weltkrieg mit Deutschland vrebuendet und Nazisymbole oder entsprechende Memorabilia sind dort nicht unbedingt verpoent und schon garnicht verboten. Die japanische Kultur hat ohnehin einige Elemente die Hitler vermutlich feuchte Traeume beschert hat. Nur mal so als Schlagwort: Samurai.

Uerberhaupt ist (oder war) die Kombination von Leuten in dem Hostel hier sehr interessant. Da ist zum Beispiel der ein wenig Troglodytenartige 43jaehrige Alex. Ein Typ aus New Norfolk, der im Hostel lebt weil das billiger ist und nach eigener Aussage schonmal ins Koma getreten wurde ...
Ausserdem ist da ein Neuseelaender der sich permanent ueber die Zustaende hier beschwert und das Wort "fucking" vermutlich haeufiger benutzt als Eminem. Dann haben wir noch zwei 19jaehrige Australier aus Adelaide, die so unglaublich gutmuetig und lieb sind, dass es einen fast in den Wahnsinn treibt. Einer von denen, Luke, hat sich ueber meinen mangelnden Respekt aufgeregt, als ich ueber einen Roadkill (ein totes Wallaby, eine Kaenguruhart) gefahren bin ohne mich da gross drum zu kuemmern. Schlecht fuer ihn, da die Strassen voll von Roadkill sind und das Umfahren dieser eine Strecke vermutlich verdoppelt.
Der Interimmanager dieses Vereins ist geschaetzte 150 Jahre alt und hat einen Abschliessfetisch.

So, das wars jetzt erstmal wieder. Auf flickr gibts neue Bilder. Bis demnaechst ...