Mittwoch, 13. Februar 2008
Roadtrippin Tassy: Tag 3
Roadtrippin Tassy: Tag 2
Roadtrippin Tassy: Vorbereitung und Tag 1
Wie die meisten ja vielleicht festgestellt haben, hab ich schon ne ganze Weile nix mehr geschrieben. Das liegt daran, dass ich mit 2 Deutschen, die ich noch aus Sydney kannte auf einen Roadtrip durch den Norden und Westen Tasmaniens gegangen bin. Das war letzten Dienstag. Am Freitag davor haben wir uns noch zu dritt ein Auto gekauft: Ein 1990er Ford Falcon GL Sedan (Limousine) mit nem 3.9l Motor und ca. 255000km aufm Buckel. Im Prinzip isses ein alter Mondeo. Am Montag waren wir dann das Auto versichern und von der Bruecke springen (die anderen). Da ich ein naturgeborener Schisser bin habe ich die Bilder davon gemacht. Am Dienstag gings nach einigen Verzoegerungen und Katererscheinungen der anderen (weswegen ich fahren durfte) zu dritt in Richtung Kueste. Dabei sind wir durch Frankford (ein Ort mit geschaetzten 30 EW) und anderes Niemandsland gefahren waehrend es munter vor sich hin regnete. Nach ein bisschen ziellosem Umherirren und Abstechern zum Strand haben wir dann an einem Pinguinbeobachtungspunkt unser erstes Nachtlager aufgeschlagen, sprich geparkt. Diese Pinguine (Little oder Fairy Penguins) sind zwar echt niedlich aber auch tierisch laut. Nachdem wir das Auto so weit umgeraeumt hatten das 3 Personen mehr oder weniger drin schlafen koennen haben wir uns zur Ruhe gelegt. Ziemlich eng, aber eigentlich ueberraschend machbar.
Mittwoch, 30. Januar 2008
Dienstag, 29. Januar 2008
Einmal durch
Die Fahrt dahin war, ... interessant. Die Landschaft ist der Hammer. Von Tundra aehnlicher Mondlandschaft ueber pastorale Huegellandschaft bis hin zu verzaubertem Regenwald ist hier echt alles dabei. Wirklich sehr sehenswert. Leider hab ich hier nicht viel Zeit, weswegen ich fuer Bilder mal wieder nur auf flickr verweisen kann.
Die beiden Deutschen sind eine sehr merkwuerdige Kombination. Der eine, juengere, laesst es eher entspannt angehen und geniesst sein Zeit. Der andere (ein Stephan) versucht scheinbar Australien in so einer Kommandomission durchzuziehen. Der Typ war echt anstrengend und sein Fahrstil ist mitunter auch eher abenteuerlich: Mit angezogener Handbremse auf ner Schotterpiste neben nem Abgrund um die Kurve. Zur atemberaubenden Landschaft gabs also auch noch mehr Adrenalin als einem lieb sein kann. Dummerweise sieht man nicht viel Landschaft wenn vor dem Inneren Auge gerade dein Leben noch einmal als Film ablaeuft.
Ein bisschen dankbar bin ich natuerlich trotzdem fuer den Lift (das nennt man hier so), da ich aus diesem Loch da raus bin und in 2 Tagen auch enorm viel gesehen hab.
Samstag, 26. Januar 2008
Noch mehr Langeweile und japanische Nazis Widerwillen
Gestern sass ich mit einem der Japaner im Aufenthaltsraum und da ist mir sein T-shirt aufgefallen. Ich dachte ich seh nicht richtig: Auf dem Ruecken und den Armen sind SS Runen und auf der Brust in einem Wappen das Bild einer Frau in alter Fliegeruniform mit Daumen hoch und dem Slogan "Armed up for you". Als ich ihn fragte ob er sich bewusst ist, was er da durch die Gegend traegt bekam ich nur das typische (wer es gesehen hat, kennt es) Laecheln, das komplette Ahnungslosigkeit ausdrueckt. Deprimierenderweise aenderte sich das auch nicht als ich es ihm erklaerte. Fuer die wenigen, die es vielleicht nicht wissen: Japan war im zweiten Weltkrieg mit Deutschland vrebuendet und Nazisymbole oder entsprechende Memorabilia sind dort nicht unbedingt verpoent und schon garnicht verboten. Die japanische Kultur hat ohnehin einige Elemente die Hitler vermutlich feuchte Traeume beschert hat. Nur mal so als Schlagwort: Samurai.
Uerberhaupt ist (oder war) die Kombination von Leuten in dem Hostel hier sehr interessant. Da ist zum Beispiel der ein wenig Troglodytenartige 43jaehrige Alex. Ein Typ aus New Norfolk, der im Hostel lebt weil das billiger ist und nach eigener Aussage schonmal ins Koma getreten wurde ...
Ausserdem ist da ein Neuseelaender der sich permanent ueber die Zustaende hier beschwert und das Wort "fucking" vermutlich haeufiger benutzt als Eminem. Dann haben wir noch zwei 19jaehrige Australier aus Adelaide, die so unglaublich gutmuetig und lieb sind, dass es einen fast in den Wahnsinn treibt. Einer von denen, Luke, hat sich ueber meinen mangelnden Respekt aufgeregt, als ich ueber einen Roadkill (ein totes Wallaby, eine Kaenguruhart) gefahren bin ohne mich da gross drum zu kuemmern. Schlecht fuer ihn, da die Strassen voll von Roadkill sind und das Umfahren dieser eine Strecke vermutlich verdoppelt.
Der Interimmanager dieses Vereins ist geschaetzte 150 Jahre alt und hat einen Abschliessfetisch.
So, das wars jetzt erstmal wieder. Auf flickr gibts neue Bilder. Bis demnaechst ...