Montag, 7. Januar 2008

Chaotische Zustände

und wenn ich sage chaotisch, dann heißt das was ...
Hier mal ein paar Bilder um das zu veranschaulichen:











Dafür hat sie wie schon vorher erwähnt nur ungefähr 3 Stunden gebraucht ... Respekt!
Nichts davon gehört Emilia (Mitbewohnerin) oder mir.

Sonntag, 6. Januar 2008

Unerwartetes Erwachen

Ich bin heute von einem energischen Klopfen und einer fremden Stimme aufgewacht. Wer stürmte rein, als ich verschlafen und verwirrt "yeah?" sagte? Meine Vorbewohnerin! Was zur Hölle macht die denn hier? Ich bin noch nicht wirklich zum Fragen gekommen, aber sie schläft jetzt für 3 Nächte in unserem Wohnzimmer und es sah bereits nach 3 Stunden aus als hätte jemand die Bude gesprengt. So langsam versteh ich das Ausmaß der Frustration meiner Mitbewohnerin, die damit 1 Jahr lang leben musste ...

Freitag, 4. Januar 2008

Im Westen nichts neues

Jetzt sitz ich hier schon wieder in dem gleichen Café und eigentlich ist nix nenneswertes passiert seitdem ich Stephen Kings Chow Mein gegessen hab, naja obwohl. Meine Mitbewohnerin ist schon irgendwie etwas merkwürdig drauf manchmal.
Die Leute die mich gut kennen werden es mir eigentlich kaum glauben, aber ich hab mir in letzter Zeit tatsächlich angewöhnt hinter mir aufzuräumen und zu putzen (zB Küche) und nicht mehr das übliche Massakerszenario zu hinterlassen. Ich weiß wer jetzt grad im Mühlweg vor Freude schluchzt ... ;)

Nun, jedenfalls hab ich mir gestern was zu Essen gemacht und den größten Mist weggeräumt.
Es war aber nochwas in der Pfanne drinn, da ich soviel auf einmal schlicht nicht essen konnte. Als ich 2 Stunden später wieder in die Küche kam lag ein Zettel meiner Mitbewohnerin auf dem Tresen, dass es ja unheimlich schlimm aussieht in der Küche (tat es wirklich nicht!). Und dann noch folgender P.S. Kommentar: "It is not fair to expect someone not to be pissed off by this" (Es ist nicht fair zu erwarten, dass jemand davon nicht verärgert ist).
Erm, was wollte sie mir denn damit bitte sagen? Setzt so eine Aussage nicht eine entsprechende Unterhaltung vorraus? Es fand aber schlicht keine statt. Ich interpretier das mal als vorbeugenden Abschluss einer hypothetischen Diskussion die ihrer Meinung nach nicht stattfinden sollte, weil es unfair ist.

Oder so ungefähr ...

Hab jetzt übrigens grad eine seperate englische Version des Blogs eingerichtet:
Stephan in Oz
Wer interesse hat, kann gerne auch das lesen. Manche Referenzen sind da natürlich unterschiedlich, da die meisten Leser mit mir in Birmingham waren.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Chow Mein und Stephen King

Als mich gestern mein Kühlschrank mit seinen Weiten überwältigender Leere angähnte beschloss ich zur Feier des noch jungen Jahres Essen zu gehen. Bescheiden wie man als Backpacker so ist, gedachte ich mich mit einem wunderbaren Fuß Subway Melt zu begnügen. Nix da, der SUBWAY am Hauptbahnhof HATTE KEIN BROT und sie boten mir einen Wrap an!!! Nochmal, weils so schön ist: SUBWAY HATTE KEIN BROT!!!

Hallo? Ein Subway ohne Brot? Das is wie ein Bäcker der einem erzählt, dass er grad kein Mehl hat, einem aber einen Maisfladen anbieten könnte!


Ich bin dann weitergezogen und schließlich auf unergründlichen Wegen in einem Foodcourt in der Mitte von Chinatown angekommen. Ein Foodcourt ist so eine Art Einkaufsmeile für Fresssüchtige oder das Jüngste Gericht der Weightwatchers: In der Mitte ziemlich viele Sitzplätze und drum herum Restaurants, und noch mehr Restaurants und dann noch ein paar mehr. Is aber echt praktisch für Gruppen, da dort so ziemlich jeder was für sich findet, vermutlich sogar Vegetarier.


Weil man ja am Neujahrstag traditionell Fisch ist (warum auch immer), habe ich mir Seafood Chow Mein mit chinesischen Nudeln bestellt. Was dann 10 Minuten später vor mir stand war ein guter Grund Vegetarier zu werden: Eine lecker aussehende vegetarische Suppe und ein Teller mit nichtvegetarischem Essen, das aussah als ob Stephen King das Rezept geschrieben hätte. Es hatte einfach alles. Da waren Tentakeln, da war Schleim und da war ein lidloses Auge. Das starrte mich an als ob es zurückessen würde, sollte ich den Griff zur Gabel wagen! Und chinesische Nudeln.

Nach einer Schweigeminute für $8.50, die ich in den Tiefen eines Ozeans voller kulinarischer Schrecken versenkt glaubte, begann ich zaghaft zu Essen. Zirka 10 Sekunden später durchlief ich unterschiedliche Stadien geschmacklicher Ekstase. Am Ende war mein Magen voll und mein Teller leer. Naja, fast. Das lidlose Auge lag immernoch auf dem Teller und ist jetzt wohl in einem Mülleimer wo es vermutlich lange Stunden damit verbringt anderen Essensresten Angst einzujagen. Irgendwie konnte ich mich nicht dazu durchringen das zu essen, zumal an dem Auge auch noch die Tentakeln hingen. Der Schleim war toll.


Wie kann ein Essen, das so unglaublich widerlich aussieht, so wahnsinnig gut schmecken?

Under the Bridge




So, da ist nun also das neue Jahr 2008. Wie eigentlich jedes Jahr stelle ich fest, dass es sich genauso anfühlt wie das Jahr zuvor, und das davor, und alle die noch vorher kamen. Nur mit dem Unterschied dass ich diesmal am anderen Ende der Welt bin und ne Menge Vorsprung habe. Zu dem Zeitpunkt wo ich das grad schreibe (02.01. 00:45 Uhr) wacht ihr daheim vermutlich grad mit unterschiedlich starken Katererscheinungen auf und verflucht die Tatsache, dass das neue Jahr mal wieder mit Kopfschmerzen beginnt während draußen die Straßen aussehen wie nach der Französischen Revolution. Ist hier beides nicht der Fall gewesen. Ich war zwar mächtig im Tee, aber der lange Weg nach Hause hat erheblich zur Ausnüchterung beigetragen. Und der bei uns übliche Sylvesterkriegszustand scheitert an der Tatsache, dass es hier keine Knaller und Co zu kaufen gibt. Vernünftiger Gedanke: Die Sache mit dem explodierenden Zeug überlassen wir den Leuten die sich damit auskennen und wissen wie man das Absprengen eigener Körperteile vermeidet.

Aber vermutlich wollt ihr auch wissen, was ich eigentlich gemacht hab. Im wesentlichen haben wir gewartet, dass es später wird und uns die Zeit mit dem Vernichten von Alkohol vertrieben. Bei Temperaturen von knapp 30 Grad ist man allerdings leicht schneller voll als die Flasche leer und demmentsprechend waren die örtlichen Ambulanzen schwer beschäftigt. Wo ist das alles passiert? Unter der Brücke ... Um genau zu sein unter einer der berühmtesten Brücken der Welt (der Sydney Harbour Bridge) mit Blick auf die Oper in Sydney. Aber das mit der Oper kann man ja auch überall daheim erleben: 24mal pro Kasten.

So ganz ohne Hindernisse lief das aber auch nicht ab, da ein paar Leute von uns sehr früh kamen und beim Betreten des Geländes noch nicht durchsucht wurden. Nun, das hatte sich zu der Zeit als mein Kumpel und ich kamen geändert: Da standen wir nun also mit einer 24-Flaschen Kiste Bier vor einem Eingang mit Rucksackkontrolle und großen Schildern die sagten, dass weder eigener Alkohol noch Glas erlaubt sind. Toll! Nach einer Stunde vor dem Eingang sitzend hatten wir zusammen 12 Bier (375ml pro) getrunken und dann kam der Knaller: Eine Polizeistreife läuft vorbei, eine zweite läuft vorbei und eine dritte bleibt dann als großer Schattenspender vor uns stehen und fragt uns ob wir uns bewusst sind, dass hier seit 2 Stunden alkoholfreie Zone ist? Erm, nein? Jedenfalls mussten wir dann unter kritischen Augen ziemlich angeschickert sehen dass wir unser Restbier loswerden. Was machen wir? Wir versuchen es genau vor deren Augen an die nächstbesten Idioten zu verkaufen, was uns tatsächlich auch unter nur geringem Gesamtverlust ($3.00) gelingt. Ich glaube unsere Käufer hassen uns, denn bevor wir dann reingingen sahen wir grad noch wie unsere Polizeistreife dann mit breitem Grinsen auf diese zuging.


Stunden später hab ich dann beim Gruppenbild meinen Wein (ausm Schlauch in ner Kiste) anderen Leuten auf die Füße gekippt (siehe Bild).

Dann wurde es auf einmal sehr SEHR LAUT und es war offiziell 2008 in Sydney.

Das Feuerwerk war recht nett, aber meiner Meinung nach total überbewertet. Das lag aber vielleicht auch daran, das Anfang Dezember die Feuerwerksfabrik in Sydney explodiert ist. ;)

Da fällt mir grad ein: Wir hatten sogar 2 Feuerwerke. Eines war um neun, da man in Sydney scheinbar auch den „absoluten“ Beginn des neuen Jahres feiert.

Irgendwann später sind wir dann mit tausenden anderen wie Vieh über die Harbour Bridge zurückgetrieben worden, wobei wir die Hälfte der Gruppe verloren, was aber wurscht war da eh jeder nur noch heim wollte.

Alles in allem war es ein echt witziges Neujahr und bizarr: Stinkbesoffen am anderen Ende der Welt in der Mitte eines riesigen Familienbarbeques das neue Jahr begrüßen während die Heimat gerade eben noch ein Knoppers gegessen hat ...


Sonntag, 30. Dezember 2007

Rückblick 2007

So, also da kommt es nun das neue Jahr 2008. Ich hoffe es beginnt besser als das alte aufhört.
Irgendwie war 2007 ein sehr denkwürdiges Jahr mit bemerkenswerten Hochs und Tiefs.
Das tollste und höchste Hoch war natürlich die Auszeichnung zum "Master of Tourism Business Administration" trotz immenser Faulheit. Ein großes Tief war gleich zu Anfang des Jahres die erzwungene Trennung von meiner Bugs.

Mein Sommer war dann eigentlich ganz nett mit nem interessanten Job mit klasse Kollegen (liebe Grüße an dieser Stelle) und Kontakt zu alten und neuen Freunden, sowie der Ankündigung von 2 Vaterschaften (meiner Freunde), von denen eine ja nun inzwischen Fakt geworden ist. Gratulation nochmal: Du bist mit Sicherheit ein klasse Vater, Thomas, und ihr werdet die Sache wunderbar meistern!
Und dir Tobi wünsch ich in diesem Zusammenhang auch alles beste und ich glaube dass auch du ein toller Vater sein wirst. Ich erinnere mich da grad an eine Begebenheit als ich noch mit Janine zusammen war, die mich damals schlicht sprachlos gemacht hat. Du weißt glaube schon, was ich meine ...

Jetzt bin ich in Australien und obwohl es hier echt schön ist, kann ich es doch nicht so genießen wie man es sich vorstellt. Warum? Weil ich den gleichen Fehler mache/gemacht habe, der mich irgendwie über die letzten Jahre kontinuierlich begleitet hat: Ich lasse mich gehen wenn ich nix zu tun habe ... (Das hat mich schonmal fast meinen Master gekostet)
Nun sitz ich hier seit demnächst 3 Monaten in Sydney und hab an sich außer dem Umzug in ein Apartment nichts wirklich erreicht. Noch nichtmal einen be*****enen Job habe ich in dieser Zeit bekommen. Warum? Eine Mischung aus zu niedrigem Engagement und zu hohen Erwartungen. Einige Leute erinnern sich bestimmt noch, wie ich über meine Jobaussichten geredet habe.
Aber immerhin habe ich mit Rauchen aufgehört, seit bald 2 Monaten nun. Immerhin etwas worauf ich glaube ich stolz sein kann, und tatsächlich bin ich es auch.

Apropos Apartment: Hab mich heut aus meinem Zimmer ausgeschlossen. Und das Problem an der Sache? Folgendes Zitat meiner Mitbewohnerin: "As they installed these locks they told us that whatever we do try not lock yourselves out as it will cost you a fortune to get back in!"
Toll! Die Schlösser sind so konstruiert, das man mit dem normalen Schlüsseldienstwerkzeug nicht reinkommt. Wir haben so einen mal angerufen und gefragt was es kosten würde. $150 damit sie überhaupt kommen, $80 pro Stunde dann für die Arbeit und dann natürlich noch die Materialkosten. Merry Christmas ...
Momentan sitz ich in nem Cafe und warte auf den Anruf meiner Mitbewohnerin, das ihr Kumpel vom Bau endlich Zeit hat und mit ner großen Leiter kommt um vom Balkon unter meinem Fenster durch eben dieses in mein Zimmer zu gelangen.
Bis dahin sind die Aussichten auf einen schönen Sonntagabend eher düster, da wir im Wohnzimmer noch nichtmal Couches haben und mir der Rücken wehtut, weil ich die Nacht in einer anatomisch zweifelhaften Position eingeschlafen bin.
Supertoll!

Nunja, das lässt mich aber zu dem Schluss kommen dass 2008 eigentlich nur besser werden kann! Ich hoffe auch mal, dass das so ist. In Sydney bleibe ich jetzt nur noch so lange wie unbedingt nötig, was wegen Mietvertrag Ende Februar bedeutet.
Danach will ich erstmal etwas weiter gen Süden, Richtung Melbourne und/oder Tasmanien. Von dort aus solls dann nach Westen gehen und dann schauen wir mal weiter.

Morgen ist nun Sylvester und hier scheint die Sonne, es sind fast 30 Grad und ich sitze draußen vor nem Cafe mit meinem Laptop. Das ist irgendwie ziemlich bizarr. Fast so wie mein Weihnachten, aber nicht ganz so sehr. Bevor ich jetzt hier ewig lang über Weihnachten aushole, hier mal ein paar Bilder, die eindrucksvoll verdeutlichen wie ich mein Weihnachten verbracht habe:













Was ich nun eigentlich morgen mache, weiß ich auch noch nicht so recht, aber es wird wohl Feuerwerk angucken beinhalten. Ich lass euch nächstes Jahr wissen, was es dann geworden ist.

Bis dahin wünsch ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass meine "Jahresendansprache" nicht zu lang oder deprimierend war.

Liebe Grüße,
euer Stephan aka Pale

Montag, 3. Dezember 2007

For Banana Lovers


Was ihr hier seht ist der sogenannte "Banana Guard". Amazon gibt dazu die folgende Produktbeschreibung:

Product Features

  • Transport your banana in a BananaGuard and never throw your banana away again.
  • This sturdy plastic case is designed to fit the majority of bananas
  • Dishwasher Safe
  • Great for use in Rucksacks, School Bags, Briefcases, Golf Bags
  • Makes a great gift for banana lovers everywhere
Also ich möchte ja nicht übermäßig kritisieren, aber welche Frau würde sich wohlfühlen, wenn sie auf Arbeit dieses "Ding" zur Frühstückspause auspackt? Oder würdet ihe es euren Kindern in den Ranzen packen?